Was ist eine Smart City?
Eine Smart City (intelligente Stadt) nutzt digitale Technologien, Datenanalyse und vernetzte Infrastruktur, um das Leben in der Stadt effizienter, nachhaltiger und lebenswerter zu gestalten. Kernidee: Daten aus verschiedensten Quellen zusammenführen und zur Steuerung städtischer Prozesse nutzen.
Technologische Grundlagen
- IoT-Sensoren: Erfassen Umweltdaten, Verkehrsströme, Füllstände
- LoRaWAN: Funktechnologie für energiesparende Sensornetze
- MQTT: Leichtgewichtiges Protokoll für Gerätekommunikation
- FIWARE: Open-Source-Plattform mit standardisierten Datenmodellen
- Digitale Zwillinge: Virtuelle Abbilder der Stadtinfrastruktur
Anwendungsbereiche
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Mobilität | Intelligente Ampelsteuerung, Parkplatzmanagement, E-Ladeinfrastruktur |
| Umwelt | Luftqualitätsmessung, Lärmmonitoring, Hochwasserfrühwarnung |
| Energie | Smart Grids, Straßenbeleuchtung nach Bedarf |
| Abfallwirtschaft | Füllstandssensoren in Mülleimern, optimierte Routenplanung |
| Gebäude | Energieeffiziente Heizung und Kühlung, Gebäudeautomation |
Datenarchitektur
Eine Smart-City-Plattform folgt typischerweise dieser Architektur:
- Sensorschicht: IoT-Geräte erfassen Daten in der Stadt
- Kommunikationsschicht: LoRaWAN, NB-IoT oder WLAN übertragen die Daten
- Plattformschicht: Context Broker (z.B. FIWARE) verwaltet und verteilt Daten
- Analyseschicht: Dashboards (z.B. Grafana) und KI-Modelle werten Daten aus
- Anwendungsschicht: Apps und Portale für Bürger und Verwaltung
Vorteile
- Lebensqualität: Sauberere Luft, weniger Staus, bessere öffentliche Dienste
- Nachhaltigkeit: Ressourcenschonung durch datenbasierte Steuerung
- Effizienz: Automatisierte Prozesse senken Betriebskosten
- Transparenz: Offene Daten für Bürger und Forschung
