Was ist ein HMI?
Ein HMI (Human-Machine Interface) – auf Deutsch Mensch-Maschine-Schnittstelle – bezeichnet die Bedienoberfläche, über die ein Mensch mit einer Maschine, Anlage oder einem technischen System interagiert. Im industriellen Kontext sind HMIs meist Touch-Displays oder Bedienpanels, die Prozessdaten visualisieren und Steuerungsfunktionen bereitstellen.
Einsatzgebiete
HMIs kommen in vielen Bereichen zum Einsatz:
- Nutzfahrzeuge: Steuerung von Kehrmaschinen, Kanalreinigungsfahrzeugen oder Baumaschinen
- Industrieanlagen: Überwachung und Bedienung von Produktionslinien, Prüfständen und Fertigungsstraßen
- Gebäudeautomation: Steuerung von Heizung, Lüftung und Klimaanlagen (HLK)
- Medizintechnik: Bedienoberflächen für medizinische Geräte und Laborinstrumente
Moderne HMI-Entwicklung
Moderne HMIs setzen auf Multitouch-Bedienung, wie man sie von Smartphones kennt. Wichtige Aspekte der Entwicklung sind:
- Intuitive Bedienbarkeit: Auch ungeschultes Personal muss die Oberfläche sicher nutzen können
- Responsive Design: Anpassung an verschiedene Bildschirmgrößen und -auflösungen
- Echtzeit-Daten: Darstellung von Live-Sensordaten, Alarmen und Statusmeldungen
- Konnektivität: Anbindung an Cloud-Dienste, Fernwartung und IoT-Plattformen
Technologien
Typische Technologien in der HMI-Entwicklung:
| Technologie | Einsatzbereich |
|---|---|
| Qt / QML | Native Embedded-HMIs auf Linux-Systemen |
| Web (Angular, React) | Browserbasierte HMIs für Industrieanlagen |
| CAN-Bus | Kommunikation mit Fahrzeugsteuergeräten |
| OPC UA | Industrieller Datenaustausch |
Vorteile professioneller HMI-Lösungen
- Höhere Effizienz: Bediener arbeiten schneller und machen weniger Fehler
- Weniger Schulungsaufwand: Intuitive Oberflächen reduzieren Einarbeitungszeit
- Fernwartung: Cloud-angebundene HMIs ermöglichen Remote-Support
- Datenerfassung: Automatische Protokollierung von Nutzungsstatistiken und Betriebsdaten

